Von der Feuerwehrausrüstung zu einer der besten Klemmen der Welt

Alles begann im Jahre 1896, als Knut Edwin Bergström (1865-1950) die schwedische Firma Allmänna Brandredskapsaffären AB – ABA (Geschäft für allgemeine Feuerwehrausrüstung) für den Verkauf und die Produktion von Feuerwehrausrüstung gründete. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Geschäft für allgemeine Feuerwehrausrüstung in zwei Hauptzweige weiter: Herstellung und Verkauf von Feuerwehrausrüstung.

Neben Schlauchkupplungen und anderen Geräten zur Brandbekämpfung gehörten auch Feuerlöscher, Rettungsseile und fahrbare Feuerleitern zum Sortiment. Bevor Drehleitern allgemein gebräuchlich wurden, mussten hochgelegene Orte mit Hilfe von Feuerleitern mit Rädern erreicht werden. Die auf dem Markt beliebteste Leiter dieser Art war die Stockholmer Leiter der Firma ABA. Diese Leiter hat wohl schon vielen Menschen das Leben gerettet.

Im Jahr 1911 wurde ABA zum Hoflieferanten Seiner Majestät des Königs von Schweden ernannt, und 1918 wurde ein königlicher Erlass herausgegeben. Dieser besagte, dass in Schweden nur die „Idealkupplung“ – später als ABA-Standardkupplung bezeichnet – als Schlauchkupplung verwendet werden durfte. Durch diese exklusive Zulassung wurden die Möglichkeiten von ABA in der späteren Entwicklung deutlich verbessert.

ABA-Geschichte in Bildern

Sehen Sie in unserer Broschüre weitere Bilder aus 125 Jahren ABA und erfahren Sie, wie unsere Klemmen zu den beliebtesten Klemmen der Welt wurden.

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Entwicklung der ersten ABA-Klemme

In den 1930er-Jahren begann die Entwicklung der später so berühmten ABA-Klemme. Zu Beginn hatte die Schlauchklemme nicht höchste Priorität, da das Unternehmen während des Zweiten Weltkriegs ausschließlich mit der Herstellung von Feuerschutzausrüstung beschäftigt war. Dies änderte sich jedoch, als die schwedische Luftwaffe forderte: „Sie müssen eine schwedische Schlauchklemme produzieren! Wir bestellen 100.000 Stück, wenn Sie mit der Produktion in Schweden beginnen.“ Dieser Großauftrag bedeutete, dass ABA von nun an verstärkt an der Entwicklung einer schwedischen Schlauchklemme arbeitete.

Die Erfahrung hatte gezeigt, dass herkömmliche Klemmen sich gerne auf der Unterseite des Gehäuses lösten. Bei der Ausdehnung unter Last verrutschte dieses häufig und die Schraube verlor ihren Halt auf dem geriffelten Metall. Die Idee, das Gehäuse aus einem soliden Rohr zu fertigen und es anschließend in seine jetzige Form zu pressen, kam erst durch den Ingenieur Edwin Bergström ins Spiel. Nach der Überwindung der anfänglichen technischen Schwierigkeiten war es möglich, eine Klemme von ausreichend hoher Qualität herzustellen, um die Anforderungen der schwedischen Luftwaffe und anderer Kunden zu erfüllen. Die Anforderungen an die Qualität der Schlauchklemmen waren sehr hoch, da es um Menschenleben ging, wenn die Insassen an speziellen Stellen im Flugzeug saßen.

Stockholmer Feuerleiter um 1910

Internationalisierung von ABA

Nach 1950 begann ABA, auf dem Weltmarkt zu expandieren. Ende der 1950er-Jahre war ABA bereits auf den meisten europäischen Märkten und in Hongkong und Thailand vertreten. Ende der 1960er-Jahre kam Japan hinzu. 1961 richtete ABA ein Verkaufsbüro in den Niederlanden ein und 1967 wurde eine neue Fabrik in Ter Apel in Betrieb genommen, wo ausschließlich ABA-Klemmen zusammengebaut wurden.

Ab 1984 wurde die Abteilung für Feuerwehrausrüstung schrittweise abgebaut. 1986 mussten die verbliebenen Vermögenswerte aufgrund der Marktlage verkauft werden. 2006, etwa 20 Jahre später, entstand die NORMA Group durch die Fusion von ABA mit der deutschen Firma Rasmussen. Seitdem sind die Marke ABA und die berühmte ABA-Schlauchklemme ein wichtiger Bestandteil des Produktportfolios der NORMA Group.

Die ABA-Klemme mit ihrem blauen Gehäuse ist heute eine der bekanntesten Klemmen der Welt und ist an zahlreichen Orten rund um den Globus zu finden.

ABA-Geschichte in Videos

Alle Videos in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

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